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3-2-1 ab Pico do Arieero

no14

Nirgends ist es so einfach eine Gipfeltour zu unternehmen wie auf Madeira. Es müsste sogar für Unbelehrbare in Badelatschen, die man so oft auf Wanderungen trifft, die an einem Parkplatz starten, machbar sein. Vor einem Jahr ist der Weg vom drittgrößten Berg Madeiras (Pico do Arieero), vorbei am zweitgrößten Berg (Pico das Torres) hinüber zum größten Berg (Pico Ruivo) neu gepflastert und geseilt worden. Die Aussicht ist den gesamten Weg hinweg grandios.

no15

Paul da Serra

no12

Alle Reiseführer beschreiben die Hochebene Paul da Serra als ein an das schottische hochland erinnernde Gebiet. Beinahe wäre Madeiras einzig nennenswerte Hochebene Ort des Flughafens geworden. Diese Pläne wurden aber zugunsten einer auf Stelzen in das Meer hinein verlängerten Start- und Landebahn aufgegeben. So ist die Hochebene noch immer das was sie schon immer war: Menschenleer, weit und breit, grün und nebelig. Die Hochebene ist ebenso wie die gesamte Insel von Levadas – dem Madeira typischen Wassernetz – durchzogen. Heute sind die Levadas nicht nur gute Wasserführer, sondern beste Wanderbegleiter. Viele der Wanderwege führen an ihnen entlang. Insgesamt ist das Levada-Netz 2150km lang. Wir haben auf der Hochebene 5 km davon zweimal gesehen.

Ponta de Sao Lourenco

no10

Man kann die vulkanische Entstehungsgeschichte Madeiras in einem Museum, im Erlebnis-Themenpark Santana oder vor Ort an der Ostküste beobachten. Einige der Felswände geben eindrucksvolle Einblicke. Die rauen Felsen und karge Vegetation waren unser erses Wanderziel. Von einem Parkplatz aus, kann man auf einem meist gutem Pfad hoch über der Steilküste die Halbinsel im Osten erwandern.

Wir haben es übertrieben!

Wir waren gestern acht Stunden wandern und haben eine Mischung aus Typ 4 plus Typ 2 plus Typ 3 und auf dem Rückweg noch 6 km Typ 1 drangengehangen. Deswegen ist heute Ruhetag (wie manchmal bei der Tour de France).

Heute lecken wir Wunden: Mal die Wanderschmerzen, mal den Sonnenbrand.