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Für 21,40 Euro ans Mittelmeer

Unser Mailand-Besuch war kurz und schmerzlos. Wir wollten nichts bestimmtes sehen, nur da gewesen sein. Denn zweimal bereits hatten wir Herrn Hunold Flüge von Berlin nach – damals noch – Mailand-Bergamo abgekauft. Aber keines der beiden Male sind wir diese angetreten. Noch mal Mailand links liegen lassen, konnten wir uns angesichts dieser Vorgeschichte einfach nicht vorstellen. Also, ziellos rein gefahren. Parkplatz nah des Zentrums gesucht, die letzten vier Stationen mit der Metro und raus auf den Domplatz. Das Ergebnis hatten wir ja schon gezeigt: Platzierte Tauben. Unsere Mailandexpeditionsmotivation erhielt einen Dämpfer. Lustlos schlenderten wir in den Dom hinein und auch bald wieder hinaus. Eher aus Pflichtgefühl machten wir uns danach noch auf den Weg zur Mailänder Scala und durchquerten so auch noch die Galleria Vittorio Emanuelle II. Unser Mailand-Bedarf war erschöpft. Wir suchten noch ein nettes Plätzchen zum bloggen. Gefunden hatten wir den teuersten Capuccino-Platz der Stadt und genossen bis zur Rechnung jeweils zwei während des Hochladens der Beiträge.

Genug Mailand! Zurück zum Auto und raus aus der Stadt. Mittels Karte, Navi und Orientierungssinn suchten wir den Weg nach Süden. Während in Deutschland die Angabe der freundlichen Navistimme „Nach 200 m fahren sie geradeaus“ keine Fragen mehr offen lässt, kann das Erreichen einer italienischen Kreuzung nach 200 m genau drei Antwortmöglichkeiten bedeuten. 1,2 oder 3 – 1,2, oder 3. Ob du wirklich richtig gefahren bist, siehst du, wenn du nicht neu berechnet wirst. Nur zweimal lagen wir falsch mit unserer Entscheidung. Am Abend dann hatten wir die so genannte Blumenriviera erreicht und Mailand um genau 21,40 Euro hinter uns gelassen. Soviel kostete die Nutzung der Autobahn(tunnel) auf diesem Weg.

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Bitte, Reihe 7 Platz 5 für Sie heute!

Den Domplatz Mailands kennt jeder. Wir auch. Heute sind wir hier hin und wollten endlich eigene Fotos von den Tauben und den Touristen und dem Dom machen. Wir hatten allerdings nicht mit den italienischen Eventmanagern gerechnet, die sich den Domplatz ausgesucht hatten für eine Veranstaltung. Eine Bühne verstellte den Blick auf den Dom und unzählige Sitzreihen blockierten den Platz. Auch die Tauben konnten nicht wie gewohnt frei stolzieren, sondern wurden platziert.