Schlagwort-Archive: Karwendel

360 Grad Panorama: Eng mitten im Karwendel

Mitten in den Karwendelketten gibt es nicht viele Orte. Rund herum schon. Hinterriß ist der letzte ganzjährig bewohnte Ort mittendrin und Eng wird 5 Monate des Jahres bewohnt und besucht. Die Eng-Alm ist Eigentum von zehn Bauern aus dem Mittleren Unterinntal, die sich zur rationelleren Bewirtschaftung der Alm bereits vor über 100 Jahren zu einer Agrargemeinschaft zusammengeschlossen haben. Wegen der Höhenlage von 1250m kann die Beweidung nur von Anfang Juni bis Anfang Oktober erfolgen.

Aufgetrieben werden ca. 500 Rinder, davon rund 200 Milchkühe. Die anfallende Milch wird hier auf der Alm zu Bergkäse und Butter verarbeitet. Im Winter sind alle Gebäude hier heroben geschlossen. Nicht einmal die Straße wird geräumt. Wegen der großen Lawinengefahr sind die Berghänge für den Wintersport nicht geeignet. Von Hinterriß bis Eng wurde eine Langlaufloipe hier herauf angelegt.

Eng liegt am Großen Ahornboden. Die Bergahornbäume auf der Alm sind 400-600 Jahre und sterben nur langsam ab. Um das einzigartige Landschaftsbild zu erhalten, wurden und werden mit Hilfe von Spendern Jungahornbäume gepflanzt und mit Umzäunungen, die gegen Verbiss, Verfegen und Vertritt durch Wild- und Waldvieh geschützt.

Der Gastbetrieb der Eng-Alm wurde in den Jahren 1964/65 errichtet und wird von der Agrargemeinschaft als Restaurant in Eigenregie geführt. Unterkunftmöglichkeiten gibt es in einigen Almhütten auch. Im Bauernladen kann man auf der Alm erzeugte Butter und Käse kaufen.

Die Almkapelle ist über 300 Jahre alt. Einen festen Gottesdienstplan gibt es nicht, aber immer wieder feiern Priester aus der Reihe dort die Heilige Messe. Auch Hochzeiten wurden hier schon gefeiert.

Für die Stromversorgung der Alm sorgt ein kleines Turbinen-Wasserkraftwerk. Die Stromleitungen sind wegen des Schneedruckes und des Landschaftsbildes verkabelt. Ebenso liegt die Telefonleitung unter der Erde.

Alpinerfahren, trittsicher und schwindelfrei?

Mittenwald. Karwendel (D): Wir haben unsere erste Bergtour gemeistert. Wir waren auf 2372 Höhenmeter. Gestartet sind wir in Mittenwald (913 m). Auf den letzten Metern begrüßte uns der Alpenverein mit seinem Hinweisschild. Mut machen geht anders. Wir haben die Nördliche Linderspitze dennoch erreicht.

Nur damit keine Missverständnisse aufkommen: Wir sind nur die letzten 128 Höhenmeter gelaufen. Die ersten Meter haben wir mit der Karwendelbahn gemacht. Zum Einstieg doch ganz gut, oder? Wir haben schließlich noch 3 Wochen und 5 Tage vor uns, an denen wir uns steigern können. Zugegeben: Verbesserungsfähig ist das!