Schlagwort-Archive: Flughafen

Paul da Serra

no12

Alle Reiseführer beschreiben die Hochebene Paul da Serra als ein an das schottische hochland erinnernde Gebiet. Beinahe wäre Madeiras einzig nennenswerte Hochebene Ort des Flughafens geworden. Diese Pläne wurden aber zugunsten einer auf Stelzen in das Meer hinein verlängerten Start- und Landebahn aufgegeben. So ist die Hochebene noch immer das was sie schon immer war: Menschenleer, weit und breit, grün und nebelig. Die Hochebene ist ebenso wie die gesamte Insel von Levadas – dem Madeira typischen Wassernetz – durchzogen. Heute sind die Levadas nicht nur gute Wasserführer, sondern beste Wanderbegleiter. Viele der Wanderwege führen an ihnen entlang. Insgesamt ist das Levada-Netz 2150km lang. Wir haben auf der Hochebene 5 km davon zweimal gesehen.

Mein Koffer war schneller in FMO als ich

Fiese 3,5 Stunden nachdem ich eingeschlafen war, klingelte mein Wecker. Draußen war es noch dunkel und ich musste nach Tegel raus. Um 6.15 Uhr schraubte sich die Fokker 100 mit mir in den Himmel. Nach wenigen Höhenmetern kam der Kaffee. Gerade ein Schluck hatte ich geschafft, als die brünette Flugbegleiterin diesen bereits wieder einsammeln wollte. Wir befanden uns im Landeanflug. Wer nach Münster/Osnabrück geflogen ist, weiß was beamen bedeutet.

Aus der Luft sahen die großen Urlaubs-Ressorts des Münsterlandes besonders reizvoll aus. Neben unserer Maschine spülte auch die VIA (Air Via Bulgarien Airlines) neue Touristen an: Am Münster/Osnabrück International Airport herrscht Ferienzeit. Mehr als Flugzeuge waren Passagiere am Terminal II angekommen. Und mehr als ankommende Passagiere waren wartende Abholer kurz zuvor über die Zubringerstraßen zum Flughafen geeilt. Es herrschte ein lebhaftes Treiben in der großen Ankunftshalle. Ich ging ohne Umwege zum Gepäckband, wo bereits mein Koffer auf mich wartete. Denn es waren weniger Koffer als Passagiere gereist. Ob es auch weniger Koffer als Flugzeuge waren, weiß ich nicht. Meiner war der zweite, der die Münsterlandluft schnuppern durfte. Tiere und Bauern stehen hier noch früher auf, als es Bekannte von FMO-Flugpassagieren müssen.