Schlagwort-Archive: AirBerlin

Berühmte Ärsche

Was lobe ich mir einen citynahen Flughafen. Dieser Hinweis sei vorab erlaubt: Sollte jemand unter euch einen Verein zur Rettung des Flughafen Tegels gründen wollen? Wir sind dabei!

Dank des Standortes und des Internets wussten wir, dass unser Flieger 40 Minuten Verspätung haben wird. Wir waren offensichtlich die einzig beiden Teilnehmer des Fluges AB 1306, die im Besitz dieser hilfreichen Information waren. Nicht nur, dass wir später als geplant zum Flughafen rüber gefahren sind. Auch die Abläufe zwischen Check-In, Security-Check und Non-Duty-free-Shopping gingen uns entspannt von der Hand. Alle anderen Madeira-Reisenden saßen bereits brav am Gate 44 verteilt, an dem noch immer die ursprünglich geplante Abflugszeit angeschlagen war.

Für uns war Zeit genug, um über berühmte Menschen ebenso zu stolpern, wie über Ärsche. Alle anderen saßen brav bereit, um zur Abflugszeit endlich mit der Durchsage konfrontiert zu werden, dass diese sich um 40 Minuten verzögern wird.

no1

Mein Koffer war schneller in FMO als ich

Fiese 3,5 Stunden nachdem ich eingeschlafen war, klingelte mein Wecker. Draußen war es noch dunkel und ich musste nach Tegel raus. Um 6.15 Uhr schraubte sich die Fokker 100 mit mir in den Himmel. Nach wenigen Höhenmetern kam der Kaffee. Gerade ein Schluck hatte ich geschafft, als die brünette Flugbegleiterin diesen bereits wieder einsammeln wollte. Wir befanden uns im Landeanflug. Wer nach Münster/Osnabrück geflogen ist, weiß was beamen bedeutet.

Aus der Luft sahen die großen Urlaubs-Ressorts des Münsterlandes besonders reizvoll aus. Neben unserer Maschine spülte auch die VIA (Air Via Bulgarien Airlines) neue Touristen an: Am Münster/Osnabrück International Airport herrscht Ferienzeit. Mehr als Flugzeuge waren Passagiere am Terminal II angekommen. Und mehr als ankommende Passagiere waren wartende Abholer kurz zuvor über die Zubringerstraßen zum Flughafen geeilt. Es herrschte ein lebhaftes Treiben in der großen Ankunftshalle. Ich ging ohne Umwege zum Gepäckband, wo bereits mein Koffer auf mich wartete. Denn es waren weniger Koffer als Passagiere gereist. Ob es auch weniger Koffer als Flugzeuge waren, weiß ich nicht. Meiner war der zweite, der die Münsterlandluft schnuppern durfte. Tiere und Bauern stehen hier noch früher auf, als es Bekannte von FMO-Flugpassagieren müssen.