Ville close in Concarneau

In Concarneau bezogen wir einen Stellplatz. Mit uns taten das ca. 40 andere Camper auch. Hier gab es etwas zu holen oder zu sehen. Der Stellplatz war kostenlos und somit für die meisten Camper höchst attraktiv. Geiz ist auch unter Campern geil. Sie machten es sich gemütlich: Holten ihre Trittstufen raus und stellten diese zusammen mit den Schmutzmatten vor die Türen. Wenn die Tür aufging, konnten wir einen Blick auf ihre Dekostreifen, die Insekten abhalten sollen, erhaschen. Anschließend wurden die Hunde geleint und Richtung Stadt geführt. Es musste hier also auch etwas zu sehen geben. Dem Baedecker war Concarneau ganze sieben Zeilen, aber immerhin zwei Sterne wert. Wir sind also auch Richtung „Centre Ville“ des größten Thunfischhafens Frankreichs – soviel wussten wir bereits. Am Platz vor dem Hafen drang Dudelsackmusik zu uns herüber. Fast wären wir der Musik gefolgt. Doch zunächst wollte mindestens eine von uns hinter die graue Fassade des dicken Mauerwerks blicken, welches mitten im Wasser stand. Rüber über die kurze Brücke und durch zwei Tore durch, gab sich ein unerwarteter Blick auf eine bunte, kleine und betriebsame Altstadt frei. Wir waren ebenso überrascht wie gepackt von dem Leben hinter diesen Mauern. Wir liefen durch die Straßen von Klein-Altstadt-Disney, aßen ein vorzügliches Drei-Gänge-Menü, das vor kurzem noch im Wasser außerhalb der dicken Mauern schwamm und waren viel zu spät wieder raus aus „Ville close“. Die Dudelsackmusik war noch immer zu hören und sich jetzt auch unserer Aufmerksamkeit gewiss.
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